Rechtsvorschriften
_____ 1907 __________
- Haager Landkriegsabkommen. Vom 18. Oktober 1907. RGBl. 1907, S. 107-151.
_____ 1939 __________
- Gauleiter Danzig-Westpreußen: Verordnung betr. die Beschlagnahme polnischen Vermögens in Danzig. Vom 4. September 1939. Gesetzblatt für die Freie Stadt Danzig, S. 465. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 57 f..
- CdZ Grenzschutz-Abschnittkommando 3: Verordnung betreffend das Eigentum geflüchteter Personen [im Militärbezirk Schlesien]. Vom 5. September 1939. Verordnungsblatt des Grenzschutz-Abschnittkommandos 3 Nr. 1/39. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 61.
- CDZ Heeresgruppe Süd: Verordnung der Heeresgruppe Süd Chef der Zivilverwaltung betreffend Eigentumsverfügungen. Vom 6. September 1939. Verordnungsblatt des Grenzschutz-Abschnittkommandos 3 Nr. 1/39. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 61 f..
- Befehlshaber Grenzschutz-Abschnittkommando 3: Verordnung betr. Beschlagnahmen. Vom 20. September 1939. Verordnungsblatt des Grenzschutz-Abschnittkommandos 3 Nr. 7/39. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 63 f.
- Der Oberbefehlshaber des Heeres: Verordnung betreffend die Beschlagnahme polnischen Vermögens im Gebiet der bisherigen Freien Stadt Danzig. Vom 27. September 1939. Verordnungsblatt des Militärbefehlshabers Danzig-Westpreußen, S. 56. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 58 f..
- Der Militärbefehlshaber Danzig-Westpreußen: Verordnung über die Beschlagnahme polnischen Vermögens in Westpreußen. Vom 27. September 1939. Verordnungsblatt des Militärbefehlshabers Danzig-Westpreußen, S. 61. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 59 f..
- CdZ beim Militärbefehlshaber von Posen: Verordnung über den Verkehr mit Grundstücken und dinglichen Rechten. Vom 28. September 1939. Verordnungsblatt des Chefs der Zivilverwaltung beim Militärbefehlshaber von Posen, S. 12. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 71.
- Der Oberbefehlshaber des Heeres: Verordnung über den Erwerb von Grundstücken, gewerblichen Unternehmungen und Anteilsrechten in den besetzten ehemals polnischen Gebieten. Vom 29. September 1939. Verordnungsblatt für die besetzten Gebiete in Polen, Nr. 7/39, S. 23. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 56 f..
- Verordnung des Oberbefehlshabers des Heeres über die Einsetzung von kommissarischen Verwaltern für Unternehmungen, Betriebe und Grundstücke in den besetzten ehemals polnischen Gebieten. Vom 29. September 1939. Verordnungsblatt des OKH. für die besetzten Gebiete in Polen, Nr. 7/39, S. 21. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 7 f..
- Verordnung über die Beschlagnahme in den besetzten ehemals polnischen Gebieten (ohne Ostoberschlesien). Vom 5. Oktober 1939. Verordnungsblatt des Oberkommando des Heeres für die besetzten Gebiete in Polen, Nr. 8/39, S. 25. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 12 ff.
- Erlass des Führers und Reichskanzlers über Gliederung und Verwaltung der Ostgebiete. Vom 8. Oktober 1939. RGBl. I (1939) S. 2042 f.
- Verordnung betr. die Regelung von Ansprüchen gegen kommissarisch verwaltete Unternehmen, Betriebe und Grundstücke. Vom 25. Oktober 1939. Verordnungsblatt des Militärbereichs Oberschlesien Nr. 23/39. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 68 f..
- Verordnung über die Einführung des Vierjahresplans in den Ostgebieten. Vom 30. Oktober 1939. RGBl. I (1939) S. 2125.
- Bekanntmachung über die Errichtung der Haupttreuhandstelle Ost. Vom 1. November 1939. DRAnz 1939, Nr. 260.
Zur Orientierung: Hierarchische Einordnung der Haupttreuhandstelle Ost.
- Erlass des Reichsführers-SS und Chef der Deutschen Polizei vom 10, November 1939 — S I V I Nr., 886/39 - 176: Zusammenarbeit der Behörden des Reichsführers-SS mit der Haupttreuhandstelle Ost.
- Due Haupttreuhandstelle Ost und die Treuhandstellen bedienen sich zur Durchführung von Beschlagnahmen der Behörden, Organe und Einrichtungen des Reichsführer-SS und Chefs der Deutschen Polizei.
- Die Erfassung und Beschlagnahme landwirtschaftlichen Vermögens in polnischer oder jüdischer Hand erfolgt ausschließlich durch den Reichsführer-SS als Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums.
- Die Beschlagnahme des Vermögens des polnischen Staats wird durch eine Verordnung des Ministerrats der Reichsverteidigung geregelt.
- Sonstiges Vermögen polnischer oder jüdischer Hand wird der Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei auf Ersuchen der Haupttreuhandstelle Ost beschlagnahmen und auf besonders Ersuchen auch einziehen.
- Rundverfügung Nr. 1/39 der Haupttreuhandstelle Ost: Zusammenarbeit mit dem Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei und dessen Dienststellen. Vom 10. November 1939.
- Reichsstatthalter Wartheland, Oberfinanzpräsident, Devisenstelle: Allgemeine Anordnung über die Sicherung jüdischen Vermögens und anonymer Guthaben und dergl.. Vom 18. November 1939. Lodzer Zeitung, 25.11.1939, S.3.
- Eil-Runderlass des Reichsführers SS und Chef der Deutschen Polizei betreffend Beschlagnahme von Vermögenswerten in den eingegliederten Ostgebieten und den besetzten polnischen Gebieten. Vom 16. Dezember 1939 - S I V 1 Nr. 844 111/39 - 151 - Sdb. P. In: BArch R 1501/144142 HTO-Materialsammlung, Februar 1940, S. 10 f.

Verordnung zur Kennzeichnung der Juden mit Davidstern
[Litzmannstädter Zeitung vom 12. Dezember 1939, S. 3]

Wer als Pole oder Jude die Ausgangssperre missachtet, verliert seine Wohnung [Ostdeutscher Beobachter, 10.12.1939, S.8]
_____ 1940 __________
- Verordnung des Beauftragten des Vierjahresplan über die Sicherstellung des Vermögens des ehemaligen polnischen Staates. Vom 15. Januar 1940. RGBl. I (1940), S. 174 f.
- Verordnung über die Behandlung feindlichen Vermögens (Feindvermögensverordnung). Vom 15. Januar 1940. RGBl. I (1940) S. 191 ff.
- HTO: Rundschreiben betr. Veränderungen bei den Treuhandstellen vom 21. März 1940. Mbl. der HTO vom 31. Januar 1940, Nr. 1, S. 30 f.:
- Einrichtung Nebenstelle Litzmannstadt und Außenstellen.
- HTO: Allgemeine Richtlinien für die Tätigkeit der kommissarischen Verwalter. Mbl. HTO vom 31. Januar 1940, Nr. 1, S. 22 ff.:
- Gesetzliche Grundlagen sind zu beachten.
- Anweisungen der Haupttreuhandstelle Ost sind zu befolgen.
- Bei der Geschäftsführung ist die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns anzuwenden.
- Geschäfte mit sich selbst und eine weitere hauptberufliche private Tätigkeit sind nicht erlaubt.
- Bei Übernahme des Unternehmens ist eine Inventur durchzuführen.
- Rechenschaftsberichte sind bei großen Unternehmen monatlich, ansonsten vierteljährlich, und der Jahresbericht einschließlich Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung spätestens zwei Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres vorzulegen.
- Kosten der komm. Verwaltung und die Bezüge des komm. Verwalters gehen zu Lasten des verwalteten Betriebs.
- Der komm. Verwalter kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen abberufen werden.
- Ausnahmen mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Haupttreuhandstelle Ost sind vielfach möglich [und vielfach notwendig, wenn der komm. Verwalter Angestellter des Käufers oder Pächters war oder das von ihm verwalteten Unternehmens kaufen wollte].


Bestrafung der Treuhänder bei Verstößen gegen Preis-
stopp-Vorschriften
[Ostdeutscher Beobachter , 16.02.1940, S. 7]
Bestätigung von Beschlagnahmen und Bestallungen
anderer Stellen oder Behörden
[Ostdeutscher Beobachter, 22.02.1940, S. 10]
- HTO: Anordnung über den Geldverkehr der unter der Aufsicht der Haupttreuhandstelle Ost kommissarisch verwalteten Betriebe. Vom 19. März 1940. DRAnz 1940, Nr. 68.
- Erste Anordnung über die Befriedigung von Forderungen gegen kommissarisch verwaltete Betriebe. Vom 10. April 1940. DRAnz 1940, Nr. 82:
- Geldforderungen von Volksdeutschen oder per Definition gleichgestellter Personen, die vor dem 1. September 1939 einbringlich waren, sind nach weiterer Maßgabe zu erfüllen.
- Forderungen aus Warenlieferungen, Dienstleistungen, Miete, Werkverträgen, Werklieferungsverträgen und Geschäftsbesorgung sowie auf Zinsen aus Hypotheken und Grundschulden bis zur Höhe von 5 %, soweit sie nach dem 1. Januar 1940 fällig werden, sind zu erfüllen.
- Bei begründeten Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der Forderung ist die Entscheidung der zuständigen Treuhandstelle einzuholen.
- Reicht das Vermögen zur Erfüllung der Forderungen nicht aus oder ist der Fortbestand des Unternehmens bei Erfüllung gefährdet, ist ein Tilgungsplan zu erstellen und der zuständigen Treuhandstelle zur Genehmigung vorzulegen.
- Diese Anordnung gilt nicht für das Gebiet der ehemaligen Freien Stadt Danzig und das Gebiet des Regierungsbezirks Marienwerder in seiner früheren Ausdehnung.
- Diese Anordnung gilt nicht für rückständige Leistungen aus Miete und Dienstleistungen, die vor dem 1. Januar 1939 fällig waren.
- Zulassung oder Anordnung von Ausnahmen sind seitens der Haupttreuhandstelle Ost vorbehalten.
- HTO: Rundverfügung betr. Dienstanweisung für die Kreisvertrauensmänner der Treuhandstellen. Vom 10. April 1940. BArch R 144/317.
- HTO: Öffentliche Aufforderung der Haupttreuhandstelle Ost an alle Personen, die als kommissarische Verwalter...noch keine Bestallungs- oder Bestätigungsurkunde der Haupttreuhandstelle Osterhalten haben. Vom 14. April 1940. ABl. des Reg.-Präs. in Kattowitz 1940, S. 53.
- HTO: Rundschreiben betr. Veränderungen bei den Treuhandstellen vom 19. April 1940. Mbl. der HTO, 1940, Nr. 2, S. 20.
- U.S.: Treuhänder wird Eigentümer. Ostdeutscher Beobachter. Ostdeutscher Beobachter vom 20. April 1940, S. 9.
- HTO: Bekanntmachung Beschlagnahme aller Unternehmen mit komm. Verwalter. Vom 21. April 1940. ABl. des RegPräs. in Kattowitz S. 69.

Ordnungsstrafe von 600 RM gegen den kommissarischen Verwalter
Bruno Walter wegen Preistreiberei [Ostdeutscher Beobachter, 1940]
Zum „deutschen Stadtbild":



Meldung von feindlichem Vermögen durch die kommissarische Verwalter
[Ostdeutscher Beobachter, 05.04.1940, S. 8]
- Runderlass Reichsführer SS, Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums über die Einhaltung der Rangordnung bei der treuhänderischen oder besitzlichen Einweisung in Gewerbe und Wirtschaftsbetriebe jeder Art in den eingegliederten Ostgebieten. Vom 22. April 1940; Mbl. HTO 1940, S. 31 o. 91. Mit Erläuterungen vom 29. Juli 1940.
- HTO: Rundverfügung über die Neuordnung des Aufbaus und die Organisation der Haupttreuhandstelle. Vom 1. Juni 1940. BArch R144/317.
- Anordnung über die Haupttreuhandstelle Ost. Vom 12. Juni 1940. DRAnz 1940, Nr. 139, 17. Juni 1940.
- Die Bekanntmachung über die Errichtung der Haupttreuhandstelle Ost vom 1. November 1939 wird mit Verkündung der Anordnung über die Haupttreuhandstelle Ost vom 12. Juni 1940 aufgehoben.
- Der Geschäftsbereich ist beschränkt auf die eingegliederten Ostgebiete.
- Die Erfassung und die Verwaltung von Vermögen der Angehörigen des ehemaligen polnischen Staats und dessen endgültige Rechtsübertragung durch die Haupttreuhandstelle Ost ist eine weitere Aufgabe.
- Der Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums ist weiterhin für das landwirtschaftliche Vermögen zuständig.
- Amtshilfe.
- Zweite Anordnung der Haupttreuhandstelle Ost über die Befriedigung von Forderungen gegen kommissarisch verwaltete Betriebe in den eingegliederten Ostgebieten (Anordnung Nr. 5). Vom 19. Juni 1940. DRAnz vom 19. Juni 1940, abends, Nr. 141, S. 2:
- Öffentlich-rechtliche Forderungen, insbesondere Steuern und Abgaben aller Art, sind zu erfüllen, wenn sie nach dem militärischen Einmarsch fällig geworden sind. Insoweit wird eine allgemeine Genehmigung zur Zwangsvollstreckung in die Masse erteilt.
- Forderungen und Ansprüche, die nach Anordnung der komm. Verwaltung rechtswirksam begründet worden sind, sind zu erfüllen.
- Alte Geldforderungen von Gläubigern deutscher Staatsangehörigkeit oder per Definition gleichgestellter Personen, die vor dem 1. Oktober 1939 entstanden sind, sind nach weiterer Maßgabe zu erfüllen.
- Juristische Personen des Privatrechts und Personenvereinigungen stehen den deutschen Staatsangehörigen gleich, wenn die Mehrheit der Anteile oder Beteiligungen im Eigentum deutscher Staatsangehöriger steht und die Verwaltung ausschließlich aus deutschen Staatsangehörigen besteht.
- Forderungen und Ansprüche aus Warenlieferungen, Dienstleistungen, Miete oder Pacht, Werkverträgen, Werklieferungsverträgen und Geschäftsbesorgung sind, soweit sie nach dem 1. Oktober 1939 entstanden sind und mit Ausnahme von Warenlieferungen nach dem 1. Januar 1939 bewirkt wurden, zu erfüllen.
- Die Erfüllung von Kapitalforderungen wird zurückgestellt. Zinsen aus Hypotheken und Grundschulden oder rechtsähnlichen dinglichen Lasten für die Zeit nach dem 1. Januar 1940 sind zu zahlen.
- Forderungen von Feinden (Definition nach § 3 der Verordnung über die Behandlung feindlichen Vermögens vom 15. Januar 1940) werden nicht erfüllt.
- Bei begründeten Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der Forderung ist die Entscheidung der zuständigen Treuhandstelle einzuholen.
- Reicht das Vermögen zur Erfüllung der Forderungen nicht aus oder ist der Fortbestand des Unternehmens bei Erfüllung gefährdet, ist ein Tilgungsplan zu erstellen und der zuständigen Treuhandstelle zur Genehmigung vorzulegen.
- Verordnung zur Einführung der Verordnung über die Wirtschaftsverwaltung in den eingegliederten Ostgebieten. Vom 27. Juni 1940. RGBl. I (1940) S. 945.
- Verordnung über die Einführung des Energiewirtschaftsrechts in den eingegliederten Ostgebieten. Vom 6. Juli 1940.
- Inkrafttreten am 15. Juli 1940.
- Es gelten das Gesetz zur Förderung der Energiewirtschaft (Energiewirtschaftsgesetz) vom 13. Dezember 1935, die Zweite bis Vierte Durchführungsverordnung zum Energiewirtschaftsgesetz, die Verordnung zur Sicherstellung der Elektrizitätsversorgung vom 3. September 1939, die Verordnung zur Sicherstellung der Gasversorgung vom 20. September 1939 und die Verordnung über die Vereinfachung des Verfahrens nach § 4 des Energiewirtschaftsgesetzes.
- Anlagen nach den elektrotechnischen Vorschriften und Normen PNE können bis 31. Dezember 1940 ausgeführt und bis dahin erstellte Anlagen auch weiterhin unterhalten werden, sofern durch diese keine Gefährdung von Gesundheit und Leben von Personen oder eine unmittelbare Brandgefahr zu erwarten ist.
- Die in den genannten Gebieten bisher geltenden Vorschriften treten zugleich außer Kraft.
- Bekanntmachung über die steuerliche Behandlung der komm. Verwalter und der komm. verwalteten Betriebe. Vom 20. Juli 1940. Ostdeutscher Beobachter vom 22. Juli 1940.
- Komm. Verwalter sind keine Angestellten des verwalteten Betriebs, aber auch nicht Angestellte der Treuhandstelle. Sie üben steuerrechtlich entweder eine gewerbliche Tätigkeit aus oder sind selbstständig als Angehörige eines freien Berufs..
- Bezüge der komm. Verwalter sind umsatzsteuer- und einkommensteuerpflichtig. Gewerblich tätige Verwalter unterliegen zudem der Gewerbesteuerpflicht.
- Komm. verwaltete Betriebe unterliegen der Körperschaftssteuer.
- Verbliebene Regelungslücken sollen geschlossen werden.
- Richtlinie der Haupttreuhandstelle Ost über die Befriedigung von Forderungen gegen die öffentliche Hand in den eingegliederten Ostgebieten. Vom 26. Juli 1940. DRAnz Nr. 176 vom 30. Juli 1940.
- Ergänzungen zur Rangordnung bei der Einsetzung von kommissarischen Verwaltern und bei der Verwertung des durch die HTO beschlagnahmten Vermögens. Vom 29. Juli 1940. Ergänzung zu Runderlass des Reichsführer SS vom 22. April 1940. BArch R 144/317.
- Rundverfügung über den Beginn der Verwertung beschlagnahmten und kommissarisch verwalteten Vermögens. Vom 12. August 1940. Mbl. HTO 1940, S. 154: Bestimmungen zur Kaufbewerbung.
- Anordnung der Haupttreuhandstelle Ost über die Anmeldung von ausländischen Forderungen und Schulden der kommissarisch verwalteten Betriebe in den eingegliederten Ostgebieten (Anordnung Nr. 6). Vom 12. August 1940. Veröffentlicht in: Ostdeutscher Beobachter vom 23. Februar 1940, S. 6.
- Verordnung über die Behandlung von Vermögen der Angehörigen des ehemaligen polnischen Staates (Polenvermögensverordnung). Vom 17. September 1940. RGBl. I (1940) S. 1270.
- Der Reichsminister für Justiz: Allgemeine Verfügung über die Verwaltung von Unternehmen, die unter maßgebendem feindlichen Einfluss stehen (§§ 12 ff. der Verordnung über die Behandlung feindlichen Vermögens v. 15. Januar 1940). Vom 17. September 1940. RGBl. I (1940), S. 191).
- Gemeinsame Rundverfügung des Reichsführers SS - Reichskommissar zur Festigung deutschen Volkstums - und der Haupttreuhandstelle Ost über die Rangordnung bei der Einsetzung von kommissarischen Verwaltern und bei der Verwertung des durch die Haupttreuhandstelle Ost beschlagnahmten Vermögens. Vom 25. September 1940.
- Erläuterungen zu dem Runderlass über die Rangordnung bei der Einsetzung von kommissarischen Verwaltern und bei der Verwertung des durch die Haupttreuhandstelle Ost beschlagnahmten Vermögens vom 25. September 1940. Mbl. HTO 1941, S. 60 f.
- Erlass über die weiteren Aufgaben des Beauftragten für den Vierjahresplan. Vom 18. Oktober 1940. RGBl. I (1940) S. 1395: Verlängerung um vier Jahre.
- HTO: Rundverfügung betr. Behandlung des Vermögens von Juden in den eingegliederten Ostgebieten, die nicht die Zugehörigkeit des ehemaligen polnischen Staates besitzen. Vom 19. Oktober 1940. BArch R 144/317.
- Erlass über die Gerichtsgliederung in den eingegliederten Ostgebieten. Vom 26. November 1940. RGBl. I (1940) S. 9.
_____ 1941 __________
- HTO: Hausordnung für die Dienstgebäude der Haupttreuhandstelle Ost. Vom 10. Januar 1941.
- HTO: Amtl. Bekanntmachung an alle komm. Verwalter: Verträge mit Wirtschaftsprüfern, Bücherrevisoren, Wirtschaftstreuhändern u. ä. nur mit vorheriger Genehmigung durch die Haupttreuhandstelle Ost. Litzmannstädter Zeitung, 12. Februar 1941, S. 9.
- HTO: Bekanntmachung über die Beschränkung der Vertretungsbefugnis kommissarischer Verwalter. Vom 14. Februar 1941. Mbl. HTO 1941, S. 109.
- Zweite Anordnung über die Haupttreuhandstelle Ost. Vom 17. Februar 1941. DRAnz 1941, Nr. 51, S. 2.
- 500.000 RM-Grenze.
- HTO: Amtl. Bekanntmachung an alle komm. Verwalter: Abschluss von neuen Versicherungsverträgen ab sofort nur noch mit einer Laufzeit von nicht länger als 1 Jahr. Vom 11. März 1941. Litzmannstädter Zeitung, 12. März 1941, S. 9.
- HTO: Rundverfügung betr. Richtlinien für die Veräußerung von Industriebetrieben. Vom 9. April 1941. Mbl. HTO 1941, S. 170: mit Anlage Richtlinien.
- HTO: Grundsätze über die Bemessung der Vergütung für kommissarische Verwalter von Handels- und Industriebetrieben. Mbl. HTO 1941, S. 225.
- HTO: Rundverfügung über die Verwaltung und Verwertung der in Betreuung der Wehrmacht befindlichen kommissarisch verwalteten Betriebe (W-Betriebe). Vom 21. April 1941. Mbl. HTO 1941, S. 178.
- HTO: Geschäftsordnung. Vom 30. Mai 1941. BArch R144/317.
- Verordnung über die Einführung der Nürnberger Rassegesetze in den eingegliederten Ostgebieten. Vom 31. Mai 1941. RGBl. I (1941) S. 297.
- Verordnung über die Abwicklung der Forderungen und Schulden polnischer Vermögen (Schuldenabwicklungsverordnung). Vom 15. August 1941. RGBl. I (1941) S. 516.
- Erste Anordnung der Haupttreuhandstelle Ost zur Durchführung der Schuldenabwicklungsverordnung vom 15. August 1941. Vom 22. September 1941. Litzmannstädter Zeitung, 17. November 1941, S. 6.
- Zweite Anordnung der Haupttreuhandstelle Ost zur
Durchführung der Schuldenabwicklungsverordnung vom 15. August 1941. Vom 24. Oktober 1941. Litzmannstädter Zeitung, 17. November 1941, S. 6.
- Elfte Verordnung zum Reichsbürgergesetz. Vom 15. November 1941. RGBl. I (1941) S. 722.
- VO ist gültig auch in den eingegliederten Ostgebieten.
- Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft für Deutsche jüdischen Glaubens bei Aufenthalt im Ausland.
- Vermögensfall.
- Entscheidung über Vorliegen der Voraussetzungen für Vermögensverfall trifft Chef der Sicherheitspolizei und des SD.
- Vermögen soll zur Lösung der Judenfrage eingesetzt werden.
- Öffentliche Bekanntmachung der Haupttreuhandstelle Ost über die Vollauszahlung der Guthaben deutscher und ihnen gleich zu behandelnder Gläubiger bei kommissarisch verwalteten Kreditinstituten. Im November 1941. Litzmannstädter Zeitung, 20.11.1941, S. 6.
_____ 1942 __________
- Dritte Anordnung über die Haupttreuhandstelle Ost, betr. Verwertung der ehemals polnischen Vermögensobjekte in den eingegliederten Ostgebieten. Vom 18. Januar 1942. DRAnz 1942, Nr. 18.
- Verwertungsverbot für Objekte bis 100.000 Reichsmark Wert.
- Vierte Anordnung über die Haupttreuhandstelle Ost, betr. Verwertung der ehemals polnischen Vermögensobjekte in den eingegliederten Ostgebieten. Vom 9. November 1942. BArch R144/115.
- Verwertungsverbot für Objekte bis 500.000 Reichsmark Wert.
_____ 1943 __________
- HTO: Rundverfügung über Arbeitszeit. Vom 22. März 1943. BArch R144/317.
- HTO: Rundverfügung über die vermögensrechtliche Behandlung der in den Abteilungen III und IV der Deutschen Volksliste eingetragenen Personen. 1943.
- Die komm. Verwaltung von gewerblichen Betrieben und Hausgrundstücken ist aufzuheben, sobald die Eintragung des Eigentümers in die Abt. III der Deutschen Volksliste (DVL) bekannt geworden ist. Verwaltung und Nutznießung stehen allein dem Eigentümer zu. Die Beschlagnahme als Sicherungsmaßnahme ist aufrecht zu erhalten oder nachzuholen.
- Eine Veräußerung von Betrieb oder Grundstück durch die in Abt. III der DVL eingetragene Person ist nur möglich an die Haupttreuhandstelle Ost oder den von ihr bestimmten Verkäufer.
- Es erfolgt keine Rückgabe von Betrieben oder Grundstücken, in denen schon ein Umsiedler oder Kriegsversehrter eingesetzt worden ist. Es besteht dann allerdings Anspruch auf Entschädigung.
- Vermögen der in Abt. 4 der DVL eingetragenen Personen bleibt weiterhin unter komm. Verwaltung und beschlagnahmt.
_____ 1944 __________
- HTO: Rundverfügung betr. Ausbuchung und Niederschlagung von nicht erloschenen Forderungen alter Rechnung bei der Abwicklung kommissarisch verwalteter Betriebe. Vom 9. März 1944. Mbl. HTO 1944 S. 19 f.
- HTO: Rundverfügung an alle Treuhandstellen betr. Behandlung von Regressansprüchen gegen kommissarische Verwalter und frühere kommissarische Verwalter. Vom 21. April 1944. Mbl. HTO 1942 S. 19 f.
Schlussbemerkung:
Die Auflistung von Inhalten einer Vorschrift ist nicht abschließend und dient nur der schnelleren Orientierung. Gültig ist der jeweilige Originaltext. Auf die zahlreichen Verstöße gegen das Völkerrecht und die für den Nationalsozialismus typischen diskriminierenden, entrechtenden, rassistischen, verbrecherischen und willkürlichen Regelungen in den zuvor genannten Gesetzen, Verordnungen, Anordnungen, Erlasse, Rundverfügungen und Richtlinien sowie Bekanntmachungen wird an dieser Stelle nur hingewiesen. Eine Kommentierung oder Kennzeichnung im Detail erfolgt hier nicht.
