Unternehmen A-Z
A
3 - AG der Mijaczower Stahlgießereien und mechanischen Werke Gebr. Bauerertz
5 - Akwawit AG, Posen - Datenblatt
10 - Azot AG, Chemische Fabriken, Jaworzno - Datenblatt
B
11 - Baerwald Mühle, Nakel/Netze
15 - Baumwollmanufaktur Louis Geyer AG, Litzmannstadt
199 - Baumwollmanufaktur Asam Osser AG - Datenblatt
977 -Bergwerksverwaltung Oberschlesien der Reichswerke „Hermann Göring"
22 - Bibliotheca Polska, Bromberg - Datenblatt
23 -Binnenschiffe auf der Weichsel - Datenblatt
25 - Blei- und Silbererzbergwerk Friedrichsgrube, Tarnowitz - Datenblatt
26 - Blei- und Zinkerzbergwerke Boleslaw-Grube, Sosnowitz, und Ulysses-Grube,
27 - Blumenthal Eisenhandlung und Schraubenfabrik, Freistadt - Datenblatt
29 - C. Blumwe & Sohn Maschinenfabrik - Datenblatt
31 - Heinrich Braun Inh. Friedrich Braun, Textilwerke und Hutfabrik - Datenblatt
921 - Braunkohlenwerke Wartheland GmbH Werk Konin
32 - Bromberger Schleppschiffahrt AG - Datenblatt
C
34 - H. Cegielski AG Werk Hohensalza - Datenblatt
171 - H. Cegielski AG, Lokomotiv- und Waggonfabrik, Posen - Datenblatt
35 - Centra Industrie-Werke W. Tomaszewski GmbH, Posen - Datenblatt
37 - Chemiemetall AG für chemische Metallindustrie, Warthenau - Datenblatt
38/39 - Chem.-pharm. Fabrik R. Barcikowski AG, Posen - Datenblätter
40 - Chemische Fabrik Dr. Roman May AG - Datenblatt
41 - Chemische Werke Boruta AG, Görnau - Datenblatt
42/43 - Chemische Werke Kutno AG - Datenblätter
334 - Cukrownia Krasiniec AG (aus Paketverkauf von 5 Zuckerfabriken)
36 - Brüder Czeczowiczka Textilfabrik
46 - Czernitzer Steinkohlen-Bergbau AG - Datenblatt
47 - Czwiklitzer Seifenfabrik, Kattowitz - Datenblatt
D
48 - Daimon Fabrik für elektrotechnischer Apparate GmbH, Danzig - Datenblatt
55 - Fleischkonservenfabrik Gebr. Dawidowski & Co., Posen - Datenblatt
56 - Seil- und Drahtfabrik vorm. Adolf Deichsel AG, Sosnowitz - Datenblatt
855 - Dirschauer Mühlenwerk AG
E
62 - Elektrische Fernleitungen AG, Bendsburg - Datenblatt
63 - Elektrische Straßenbahn im Dombrowaer Kohlengebiet AG - Datenblatt
64 - Elektrische Überlandzentrale im Dombrowaer Kohlengebiet AG - Datenblatt
65 - Elektrische Überlandzentrale im Krakauer Kohlengebiet AG - Datenblatt
70 - Elektro AG für angewandte Elektrizität, Ober Lazisk - Datenblatt
71 - Elektrobudowa AG Elektromaschinenbaufabrik, Litzmannstadt - Datenblatt
73 - Elektroindustrie AG „Czechowice" - Datenblatt
74 - Elektromechanische Werke Rohn-Zielinski AG, Zechlin - Datenblatt
80 - Energieversorgung Oberschlesien AG, Kattowitz - Datenblatt
81 - Energieversorgung Westpreußen AG, Danzig - Datenblatt
861 - Ergasta Chemische Fabrik GmbH
83 - Erste Lokomotivfabrik in Polen AG, Krenau - Datenblatt
F
85 - Filzfabrik Landau & Weile AG, Litzmannstadt - Datenblatt
86 + 944 R. Fitzner Schrauben- und Nietenfabrik GmbH, Lauraütte - Datenblätter
44 + 225 - Französische AG Steinkohlen-Bergwerks-Verein Czeladz - Datenblätter
G
82 - Gentleman Engl.-Polnische Gummiindustrie AG, Litzmannstadt - Datenblatt
8 - Gdynia-Ameryka Linie Zeglugowe SA
H
111 - Helios Oberschlesische Glühlampenfabrik GmbH, Kattowitz
K
59 - Dombrowaer Drahtindustrie Gebr. Klein
24 - Korn und Fromowitz, Bialaer Färberei - Datenblatt
L
132 - Likörfabrik Hartwig Kantorowicz AG
M
13 - Maschinenfabrik I. Banachiewicz &Co. KG, Warthenau - Datenblatt
178 - Molin, Autobusunternehmen Teschen
P
264 - Poznanski AG, Textilwerke 1/2
986 Preußische Bergwerks- und Hütten-AG
R
992 - Robertgrube (früher Borygrube)
S
235 - SEWAG Schlesische Elektrizitätswerke AG, Kattowitz
255 - Stefan Ciszewski AG, Fabrik für elektrotechnische Erzeugnisse
V
193 - Vereinigte Fabriken für Stickstoffverbindungen in Chorzow und Moscice
Weitere Einzeldarstellungen sind in Bearbeitung.
ID 3
AG der Mijaczower Stahlgießereien und mechani-schen Werke Gebr. Bauerertz
Das Unternehmen wurde 1858 von den Brüdern Bauerertz gegründet, die einer wohlhabenden jüdischen Familie entstammten. Als jüdisches Eigentum wurde es mit Beginn des Zweiten Weltkriegs unter komm. Verwaltung gestellt und 1942 von der Haupttreuhandstelle Ost an den Ingenieur Ferdinand Schönwalder aus Mischkau verkauft. Der Verbleib der Eigentümer Bauerertz ist nicht bekannt.
Wandmalerei am früheren Unternehmensstandort in Myszków
ID 8
Gdynia-Ameryka Linie Zeglugowe SA, London
Die Reederei wurde 1930 mit Sitz in Gdynia gegründet. Während des Zweiten Weltkriegs verlegte sie ihren Sitz nach London. Die Reederei betrieb mehrere Schiffe im Passagier- und Frachtdienst, unter diesen das Transatlantik-Passagierschiff Piludski für 796 Passagiere und 350 Besatzungsmitglieder, 1934 vom Stapel gelaufen, nach Kriegsbeginn 1939 zum britischen Truppentransporter umgewandelt, am 26. November 1939 vor der Küste von Yorkshire in ein Minenfeld gelaufen und gesunken.
Hafen von Gdynia mit dem Passagierschiff Piludski am Pier

ID 11
Mühle- und Sägewerk L. Baerwald, Nakel
Die jüdische Eigentümerfamilie Artur und Alice Baerwald musste ihr Eigentum in Nakel/Netze und in Danzig aufgrund zunehmender Repression durch die Nationalsozialisten aufgeben und konnte 1939 noch rechtzeitig emigrieren. Ihre drei erwachsenen Kinder waren schon Jahre zuvor ausgewandert.
Die Mühle wurde ab 1939 kommissarisch verwaltet und von der Haupttreuhandstelle Ost Anfang 1943 an den Verwalter verkauft.
Mühle L. Baerwald, Nakel/Netze, 1903

ID 15
Baumwollmanufaktur Louis Geyer AG, Litzmannstadt
Die Baumwollmanufaktur Louis Geyer AG war eine der größten und ältesten Textilunternehmen in Lodz.
Die Eigentümerfamilie Geyer verweigerte 1939 die Kooperation mit den deutschen Besatzern. Robert Geyer und sein Cousin Karol Geyer wurden am 12. Dezember 1939 von vier Gestapo-Mitarbeitern in Robert Geyers Villa erschossen.
Das Unternehmen wurde 1940 durch die Haupttreuhandstelle Ost beschlagnahmt und kommissarisch verwaltet. Aufgrund von Rohstoff- und Kohlemangel musste die Produktion während der Kriegsjahre zeitweilig gedrosselt werden. Ein Teil des Maschinenparks wurde demontiert. 1943 wurde ein Teil der Werksfläche der Manufaktur Widzew überlassen.
Die weiße Fabrik, 1930er Jahre,
heute Zentrales Textilmuseum Lodz


ID 36
Textilfabrik Brüder Czeczowiczka, Andrichau
Die Textilfabrik Brüder Czeczowiczka in Andrichau war über Jahrzehnte im Besitz von Mitgliedern der jüdischen Familie Czeczowiczka. Während der deutschen Besatzung 1939-1945 wurde das Unternehmen zunächst kommissarisch verwaltet und 1943 an den langjährigen Werksdirektor Friedrich Zobel verkauft.
Letzter Eigentümer des Unternehmens war der Österreicher Edwin Czeczowiczka. Er konnte mit seiner Frau und seinen Kindern vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten rechtzeitig nach England fliehen und starb 1971 in London.
Straßenansicht der Textilfabrik Brüder Czeczowiczka
Werksansicht 1930





Stanislaw Rolbieski (2. von links) mit Ehefrau und Kindern
- hingerichtet im Danziger Wald am 20. Oktober 1939.



Busse des Autobusunternehmens J. Molin vor dem Krieg an der Bushaltestelle auf dem Marktplatz in Cieszyn/Teschen.



Stickstoffwerk in Chorzow 1930 Stickstoffwerk in Moscice 1939











